Krummhorn


Krummhorn
Krụmm|horn 〈n. 12u; Mus.; 15./17. Jh.〉 Holzblasinstrument mit frei schwingendem, doppeltem Rohrblatt u. zylindr., unten aufgebogenem Rohr

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Krụmm|horn, das:
1.
a) (bes. im 16./17. Jh. verwendetes) Holzblasinstrument in Form einer zylindrischen, am Ende kegelförmig gebohrten Röhre mit doppeltem Rohrblatt;
b) zart klingendes Zungenregister der Orgel mit zylindrischem Aufsatz.
2. ausgestorbener, aus dem Silur bekannter, meerbewohnender Kopffüßer mit kegelförmigem, gekrümmtem Gehäuse.

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Krummhorn,
 
italienisch Cromọrne, ein in verschiedenen Größen gebautes, vermutlich in Italien entstandenes und weit verbreitetes Holzblasinstrument des 15.-17. Jahrhunderts (seit etwa 1490 nachgewiesen), mit Doppelrohrblatt und Windkapsel, in der das Blatt frei schwingt. Das zylindrisch gebohrte Rohr ist am unteren Ende schwach konisch und wie eine Krücke umgebogen. Es hat 6-8 vorderständige Grifflöcher, ein Daumenloch sowie 1-2 (bei tiefen Instrumenten mit Schiebern versehene) Stimmlöcher zum Ausgleich der Intonation bei tiefen Tönen. Der Klang des nicht überblasenden Instruments ist verhalten und etwas schnarrend. - In der Orgel ist Krummhorn ein Zungenregister mit engem zylindrischem Aufsatz.

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Krụmm|horn, das: 1. a) (bes. im 16./17. Jh. verwendetes) Holzblasinstrument in Form einer zylindrischen, am Ende kegelförmig gebohrten Röhre mit doppeltem Rohrblatt; b) zart klingendes Zungenregister der Orgel mit zylindrischem Aufsatz. 2. ausgestorbener, aus dem Silur bekannter, meerbewohnender Kopffüßer mit kegelförmigem, gekrümmtem Gehäuse.

Universal-Lexikon. 2012.

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